Partner
Legionellen Proben
Gesetzeslage
Abdichtungstechnik



















Analyse

Am Markt werden die verschiedensten Schimmelanalysen angeboten. Selbst die Stiftung Warentest bietet Schimmeluntersuchungen für jedermann an.
Für eine differenzierte Schimmelanalyse ist aber eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen. Durch falsche Probenahmebedingungen kann sich die Person in „falscher“ Sicherheit oder Gefährdung wiegen. Es besteht unter anderen auch die Gefahr einer ungewollten Ansucht von mikrobiologisch hoch pathogenem Material in der offenen Sedimentationsschale, von der wiederum eine Gefährdung der Bewohner ausgehen kann. Nicht umsonst ist die Anzucht von mikrobiologischen Material nur in dementsprechend ausgestatteten, zugelassenen und überwachten Laboren mit qualifiziertem Personal erlaubt.


Analyse von Schimmelpilz-Proben im Labor


Nach Kontrolle des Probeneingangs auf Vollständigkeit und Zustand von Material und Probenbegleitschreiben erfolgt, je nach gewünschtem Untersuchungsumfang und Fragestellung, die Vorbehandlung zur späteren Auswertung.

Materialproben werden unter dem Stereomikroskop einer ersten visuellen Begutachtung unterzogen. Je nach Beschaffenheit der Materialprobe ist unter Umständen eine direkte Bestimmung der mit dem Stereomikroskop gefundenen Pilze anhand mikroskopischer Präparate möglich. So genannte "Streuproben" können ebenfalls zur Begutachtung pilzkontaminierten Materials herangezogen werden, allerdings ohne Möglichkeit zur Quantifizierung. Die Genauigkeit der Aussagekraft steigt mit einer Kombination der unterschiedlichen Methoden.

Luftkeimmessungen erfolgen entweder aktiv über das so genannte Impaktionsverfahren oder passiv über ein Sedimentationsverfahren. In beiden Fällen gelangen keimfähige Pilzeinheiten auf Nährmedien, die im Labor bei 25°C bzw. 37°C bebrütet werden, wie unter "Materialproben" angegeben. Auch hier erfolgt eine tägliche Kontrolle der Petrischalen, der KBE-Entwicklung und eine Auswertung anhand mikroskopischer Präparate nach 14 Tagen. Das Verteilungsmuster der einzelnen Schimmelpilze wird ermittelt.
Die Auswertung von Luftpartikelmessungen erfolgt mit dem Lichtmikroskop. Hierzu sind unter Umständen Anfärbungen erforderlich. Da hier neben lebenden auch tote, deformierte Sporen neben allen denkbaren Bestandteilen des Luftplanktons erfasst werden, sind Erfahrung und besondere Sorgfalt bei der Interpretation der Proben unabdingbare Voraussetzung.

Kontaktproben gelangen entweder als Klebefilmproben oder Abklatschproben zur Auswertung ins Labor. Die Klebefilmproben werden zuerst mit dem Stereomikroskop inspiziert, bevor sie auf einen Objektträger übertragen und für die Lichtmikroskopie präpariert werden. Die Auswertung erfolgt unmittelbar nach Eingang dieser Proben. Abklatschproben werden analog Luftkeimproben behandelt und ausgewertet.

Je nach Auftragsumfang umfasst der Laborbericht die gefundenen Schimmelpilzgattungen bzw. -arten und sofern möglich, deren Quantifizierung. Falls gewünscht, enthält der Bericht Hinweise zur gesundheitlichen Risikoeinstufung, ausführliche Informationen zu den einzelnen Schimmelpilzen und Fotoaufnahmen der analysierten Schimmelpilze. Eine Interpretation der Laborbefunde und Handlungsempfehlungen runden den Bericht ab.



Follow Us On Facebook