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Was sind eigentlich Pilze?

Pilze sind eukaryotische, kohlenstoff-heterotrophe Organismen, die meist wenig differenzierte Gewebe besitzen, mindestens in einem Lebensabschnitt Zellwände ausbilden und sich mit Sporen fortpflanzen.

Bereits das Alte Testament behandelte das Thema Schimmelpilze vor über 3.000 Jahren.
Im dritten Buch Mose, Kapitel 14 Vers 33 bis 57 findet sich das „ Gesetz über den Aussatz an Häusern“:

„ Wenn … an der Wand des Hauses grünliche oder rötliche Stellen sind, die tiefer aussehen
als sonst die Wand, so soll der Priester … das Haus für sieben Tage verschließen. … Wenn er
… wiederkommt und sieht, dass der Ausschlag weiter gefressen hat …, so soll er die Steine
ausbrechen lassen, an denen der Ausschlag ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen
Ort werfen. … Das Haus soll man innen ringsherum abschaben und … den Lehm an einen
unreinen Ort schütten … andere Steine nehmen und statt jener einsetzen … andern Lehm
nehmen und das Haus neu bewerfen. …
Wenn … der Priester hineingeht und sieht, dass der Ausschlag nicht weiter am Hause
gefressen hat, nachdem es neu beworfen ist, so soll er es rein sprechen; denn der Ausschlag
ist heil geworden. …
Das ist das Gesetz über alle Arten des Aussatzes und Grindes, über den Aussatz an Kleidern
und Häusern, über Erhöhungen, Ausschlag und weiße Flecken, damit man Weisung habe,
wann etwas unrein oder rein ist“ (Auszug)


Übersetzung:

„ Wenn … an der Wand des Hauses grünliche oder rötliche Stellen sind, die tiefer aussehen
als sonst die Wand [Hemmungsflecke, Fruchtkörper], so soll der Priester [der
Sachverständige] … das Haus für sieben Tage verschließen. … Wenn er … wiederkommt und
sieht, dass der Ausschlag weiter gefressen hat …, so soll er die Steine ausbrechen lassen
[Teilentkernung], an denen der Ausschlag ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen
Ort [Mülldeponie] werfen. … Das Haus soll man innen ringsherum abschaben und … den
Lehm an einen unreinen Ort [Mülldeponie] schütten … andere Steine nehmen und statt jener
einsetzen … andern Lehm nehmen und das Haus neu bewerfen.
Wenn … der Priester [Sachverständige] hineingeht und sieht, dass der Ausschlag nicht
weiter am Hause gefressen hat, nachdem es neu beworfen ist, so soll er es rein sprechen
[Bauabnahme / Freimessung / Bescheinigung ausstellen]; denn der Ausschlag ist heil
geworden.“


Was genau ist Schimmel?

Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze.
Diese sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt und normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings eine Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, so kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für den Menschen kommen. Die Auswirkungen von Schimmelpilz in Innenräumen auf die menschliche Gesundheit sind ein vielfach diskutiertes, aber völlig unterschätztes Thema in der Öffentlichkeit. Eindeutige Zusammenhänge zwischen Schimmelpilzbelastungen und Atemwegserkrankungen bzw. Allergien wurden in einer Vielzahl von Studien bestätigt.
In den letzten Jahren haben Allergien und ähnliche Erkrankungen stetig zugenommen. Obwohl viele Untersuchungen durchgeführt und Verbesserungen erreicht wurden, ist der Trend, wonach sich die Anzahl der Allergieerkrankungen etwa alle 10 bis 15 Jahre verdoppelt, immer noch ungebrochen.

Alleine in Deutschland ist die Zahl der Allergiker auf über 30 Millionen Mitbürger angestiegen, wovon allein circa 30% von einer Schimmelpilzallergie betroffen sind, dicht gefolgt mit 20% Hausstaub- und Milbenallergien.

Schimmelpilze sind Kulturen, die nicht untergehen.
Besonders gefährlich wird's, wenn sie zu sehen sind: Die Verbindung von Wärme und Feuchtigkeit beeinflusst ihr Wachstum äußerst positiv, es entstehen größere Pilzgeflechte, die sich explosionsartig weiter vermehren.

In der Biologie werden derartige Lebensformen als Reduzenten bezeichnet. Nährboden für Schimmelpilzkulturen liefern organische Stoffe, die fast überall vorkommen, wie beispielsweise in der Erde, im Holz, in Staubkörnern, in Tapeten, im Putz, sogar in Kunststoffen.

Die Zahl der vorkommenden Pilzarten wird auf die schwindelerregende Höhe von über 1.000.000 geschätzt.
Zirka 200.000 sind bisher erfasst.
Die Vermehrung der Schimmelpilze erfolgt durch Sporulation, das heißt der Pilz gibt eine Unmenge von Sporen
an die Luft ab.
Gemeinsam mit anderen biologischen Partikeln wie Milben, Hautschuppen, Pollen und Bakterien sind Pilzsporen einer der Hauptbestandeteile des sogenannten Aeroplanktons. Dies ist die Gesamtheit all jener Partikel biologischen Ursprungs, die sich in der Luft befinden.
Die Sporen der Schimmelpilze können bei entsprechend disponierten Menschen zu allergischen Reaktionen, bis hin zum allergischen Asthma führen. Schimmelpilzsporen stellen die wichtigsten Allergene der Innenraumluft dar. Die meisten Schimmelpilzarten gedeihen am besten ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% und einer Temperatur von über 20C. Es gibt jedoch auch Schimmelpilze die schon ab 40% Luftfeuchtigkeit und bei –C° gedeihen.

Als besonders bedeutsame Gattungen sind Aspergillus, Cladosporium, Penicillium und Alternaria bekannt.




Vorbeugende Maßnahmen:

Besonders Neubauten schaffen aufgrund neuer Verordnungen zum Wärmeschutz und stark abdichtender Isolierfenster durch die Erhöhung der Raumluftfeuchte optimale Lebensbedingungen für Schimmelpilze.
Aber auch Altbauten können immer wieder mit der Problematik konfrontiert sein.

Schimmelpilz im Innenraum entsteht an feuchten Stellen. Sofern die Feuchte nicht aus dem Mauerwerk kommt, ist die Luft Träger des Wassers, welches an der Wand kondensiert. Damit diese Kondensation stattfindet, muss zweierlei gegeben sein: eine durch Wärmebrücken oder schlechte Außendämmung kühlere Stelle und eine genügend hohe relative Luftfeuchtigkeit. An den kühleren Stellen erhöht sich die relative Luftfeuchtigkeit stark und beginnt bei Erreichen des temperaturabhängigen Taupunkts zu kondensieren.
Die Stellen an denen die Luftfeuchtigkeit kondensiert sind in der Regel bauseitig bedingt und nur durch aufwendige Maßnahmen zu sanieren. Daher empfiehlt sich als einfache, aber effektive Lösung die Herabsetzung der relativen Luftfeuchtigkeit, die von der Raumtemperatur und der absoluten Menge des Wassers in der Luft abhängt. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt bei steigender Temperatur bzw. bei Reduzierung des Wasserdampfgehaltes.